Office-365-Postfach in PST exportieren: Anleitung (2026)
Einleitung: Sie können ein Office-365-Postfach in PST exportieren über Microsoft Purview, das klassische oder neue Outlook, oder den BitRecover Office-365-zu-PST-Konverter. Microsoft Purview eignet sich für administrative oder Compliance-Aufgaben. Outlook exportiert Ihr eigenes, bereits synchronisiertes Postfach lokal. Die kommerzielle Software kann dagegen gezielt freigegebene Postfächer, Archive oder mehrere Konten gleichzeitig exportieren, ganz ohne Outlook-Konfiguration.
Es gibt einen Unterschied in Lizenzierung, Berechtigungen und Synchronisierungsanforderungen. Mit PowerShell-Funktion können Sie Exchange-Online-Postfächer nicht in PST exportieren, da New-MailboxExportRequest auf Exchange Online nicht verfügbar ist.
Nachdem Sie Office-365-Postfach nach PST exportiert haben, erstellen Sie eine lokale Kopie der ausgewählten Postfachdaten. Sie können mit Microsoft Outlook öffnen und bearbeiten. In diesem Anleitung zeigen wir drei Methoden zum Exportieren von Office-365-Mails in PST – ob Sie Ihr eigenes Postfach, mehrere Postfächer oder ausgewählte Ordner exportieren möchten – ohne Outlook-Profil.
Office 365 und PST-Dateien im Überblick
Microsoft 365 (früher Office 365) ist ein cloudbasierter Produktivitätsdienst. Es umfasst Outlook, Word, Excel, PowerPoint, OneDrive und Andere Kollaborationsdienste. Exchange Online speichert geschäftliche E-Mails, Kalender, Kontakte, Aufgaben und weitere Postfach-Elemente in Microsoft Cloud.
PST-Datei ist ein Dateiformat von Microsoft Outlook und es speichert lokal E-Mail-Postfächer inklusive Nachrichten, Kontakte, Kalendereinträge, Aufgaben und weiteren Elementen. Sie können PST-Dateien in kompatible Outlook-Versionen für Offline-Nutzung, Migration oder Datenarchivierung öffnen. Es erstellte eine Kopie in Microsoft 365, ohne Originaldaten zu löschen oder MS-365/Outlook Postfach Speicherplatz freigeben.
Warum Office 365-Postfach in PST exportieren?
Es gibt mehrere Szenarien, warum viele Nutzer Microsoft-365-E-Mails nach PST exportieren oder Office-365-Postfächer als PST exportieren möchten:
- Sie möchten eine lokale Kopie Ihres Postfachs inklusive E-Mails, Anhängen und Ordnern zu Referenz- oder Dokumentationszwecken behalten.
- Das Postfach eines ausgeschiedenen Mitarbeiters soll gesichert werden, bevor Konto oder Lizenz geändert werden.
- Sie migrieren Postfachdaten zwischen unterstützten Outlook-Umgebungen und nutzen PST dabei als Zwischenformat – etwa im Rahmen einer größeren Migration, wie unter Exchange zu Office 365 migrieren beschrieben.
- Sie erfordert relevanten Postfachinhalt für rechtliche, Audit oder Compliance-Zwecke.
- Sie müssen auf ausgewählte Office-365-Daten lokal zugreifen, wenn Microsoft 365 nicht benötigt wird.
- Sie möchten wichtige E-Mails vorsorglich sichern, bevor versehentlich etwas gelöscht wird – ist das bereits passiert, zeigt Office 365 gelöschte Mails wiederherstellen die möglichen Wege zurück.
Wichtiger Hinweis: In einer lokalen PST-Datei sind keine automatisch rechtskonformen Backup-Lösungen gespeichert. Schützen Sie die Datei vor unbefugtem Zugriff und folgen Sie Aufbewahrungsrichtlinien. Es ist sehr wichtig, dass Sie die exportierte PST-Datei prüfen.
Welche Methode passt zu Ihnen?
| Methode | Am besten für | Admin-Rechte nötig | Outlook nötig | Wichtigste Einschränkung |
| Microsoft Purview | Administratoren, Compliance-Teams, verschiedene Postfächer | Ja | Nein | Erfordert passende Lizenz und eDiscovery-Berechtigungen |
| Neues oder klassisches Outlook | Export des eigenen Postfachs | In der Regel nein | Ja | Nur synchronisierte bzw. zwischengespeicherte Daten verfügbar |
| Office 365 zu PST Exportprogramm | Nutzer-/Admin-Exporte, selektive Ordner, freigegebene und Archiv-Postfächer | Abhängig vom Zugriff | Nein | Vollständiger Export erfordert eine kostenpflichtige Lizenz |
Sowohl Microsoft Purview als auch Outlook sind keine vollständig kostenlosen, eigenständigen PST-Export-Dienste – ihre Verfügbarkeit hängt von Ihrer Microsoft-365-Lizenz, der Outlook-Version, Kontokonfiguration und den vergebenen Berechtigungen ab.
Vor dem Export prüfen
Microsoft-Purview-Voraussetzungen:
- Konto mit passender Microsoft-365-Lizenz und den nötigen eDiscovery-Berechtigungen nutzen.
- Zugriff auf den benötigten eDiscovery-Fall und die Postfachstandorte bestätigen.
- Einen unterstützten, aktuellen Webbrowser verwenden.
- Ausreichend lokalen Speicherplatz für heruntergeladene ZIP-Pakete und extrahierte PST-Dateien bereithalten.
Datenschutz-Checkliste:
- Bestätigen, dass Sie zum Zugriff und Export des Postfachs berechtigt sind.
- Die exportierte PST-Datei an einem geschützten Ort speichern.
- Postfachname, Exportdatum sowie ausgewählten Zeitraum oder Ordner dokumentieren.
- Quelldaten erst entfernen oder ändern, nachdem die exportierte PST-Datei geprüft wurde.
Methode 1: Office 365-Postfach in PST exportieren mit Microsoft Purview (für Administratoren)
Microsoft Purview ist die integrierte Funktion für Administratoren und Compliance-Verantwortliche, die Postfachdaten durchsuchen und exportieren müssen. Die aktuelle eDiscovery-Purview-Oberfläche kann Nachrichten in einer PST-Datei bündeln und über das Purview-Portal lokal zum Download bereitstellen.
- Melden Sie sich im Microsoft-Purview-Portal mit einem Konto mit eDiscovery-Berechtigungen an.
- Wählen Sie “eDiscovery” aus und öffnen Sie “Fälle” und wählen Sie dort einen neuen oder bestehenden Fall.
- Öffnen Sie den Tab “Suche” und erstellen Sie eine Inhaltfrage.
- Wählen Sie die betreffenden Microsoft-365-Postfach-Standorte aus.
- Legen Sie bei Bedarf Bedingungen nach Datum, Absender, Empfänger oder Betreff für selektive Auswahl fest.
- Führen Sie die Suche aus und prüfen Sie Statistiken sowie verfügbare Ergebnisse.
- Öffnen Sie die abgeschlossene Suche und klicken Sie auf “Exportieren”.
- Geben Sie einen Namen für den Export ein und legen Sie fest, ob indizierte oder teilweise indizierte Elemente eingeschlossen werden sollen.
- Wählen Sie “Export-Bericht” aus und wählen Sie danach “PST für E-Mails erstellen” aus.
- Konfigurieren Sie anschließend Paketgröße der PST sowie Ordner- und Quellpfad.
- Starten Sie den Exportvorgang und verfolgen Sie den Fortschritt über den Prozessmanager.
- Wenn Sie das Vorgang abgeschlossen haben, öffnen Sie den Export und wählen Sie „Pakete herunterladen“.
Wichtige Einschränkungen von Microsoft Purview:
- Export-Pakete laufen 14 Tage nach Erstellung ab – rechtzeitig herunterladen.
- Ein Export, der länger als sieben Tage ohne Abschluss läuft, wird automatisch abgebrochen. Sehr große Exporte am besten nach Postfach oder Zeitraum aufteilen.
- Teilweise indizierte Elemente erfordern besondere Aufmerksamkeit, da sie nicht immer vollständig der Suchanfrage entsprechen.
- Große Exporte können erhebliche Zeit zur Vorbereitung und zum Download benötigen.
- Inhalt und Struktur der PST-Datei hängen vom Suchumfang und den gewählten Export-Optionen ab.
Methode 2: Office-365-E-Mails nach PST exportieren mit Outlook
Outlook bietet einen nativen Weg, um Ihre Office-365-E-Mails nach PST exportieren oder Office-365-Postfach in PST exportieren zu können, sofern das Konto korrekt synchronisiert ist:
- Öffnen Sie Microsoft Outlook und wählen Sie “Konto hinzufügen” aus.
- Geben Sie Ihre Microsoft-365-E-Mail-Adresse ein und klicken Sie auf “Verbinden”.
- Die Microsoft-Anmeldung sowie die Multi-Faktor-Authentifizierung abschließen, falls angefordert.
- Warten, bis die benötigten E-Mails und Postfachordner synchronisiert sind.
Option A: PST-Export mit neuem Outlook
- Öffnen Sie in den Einstellungen von neuem Outlook “Dateien” und wählen Sie die Option “Export” aus.
- Wählen Sie die Option „Erste Schritte“ aus.
- Wählen Sie das gewünschte Postfach oder bestimmte Ordner aus.
- Folgen Sie dem Export-Assistenten, um die PST-Datei zu erstellen.
Hinweis: Neues Outlook unterstützt den PST-Export, Kontakte und Kalendereinträge in PST-Dateien sind dort jedoch aktuell nicht verfügbar. Nutzen Sie für diese Datentypen klassisches Outlook.
Option B: PST-Export mit klassischem Outlook (Outlook classic)
- Starten Sie klassisches Outlook und wählen Sie „Datei“ aus.
- Wählen Sie die Option „Öffnen und Exportieren“ > „Importieren/Exportieren“.
- Wählen Sie „In Datei exportieren“ aus und klicken Sie auf „Weiter“.
- Wählen Sie dort die Schaltfläche „Outlook-Datendatei (.pst)“ und klicken Sie auf „Weiter“.
- Wählen Sie das gewünschte Postfach oder die benötigten Ordner aus.
- Aktivieren Sie „Unterordner einbeziehen“, falls die gesamte Ordnerstruktur benötigt wird.
- Wählen Sie über „Durchsuchen“ einen lokalen Zielort und geben Sie den PST-Dateinamen ein.
- Legen Sie fest, wie Outlook mit doppelten Elementen umgehen soll, und klicken Sie auf die Option „Fertig stellen“.
Einschränkungen des Outlook-Exports:
- Sehr zeitaufwendig bei großen Postfächern
- Aktive genutzte PST-Dateien sollten in OneDrive-synchronisierten Ordnern nicht in einem OneDrive-synchronisierten Ordner gespeichert
- Export nur eines Kontos gleichzeitig, begrenzt auf die Daten des ausgewählten Postfachprofis.
Kann ich PowerShell für den Export nutzen?
Nein. Über PowerShell lässt sich ein Office-365-Postfach nicht direkt per “New-MailboxExportRequest” in PST exportieren – Microsoft dokumentiert diesen Befehl ausdrücklich als reine On-Premises-Exchange-Funktion. Auch eine Verbindung zu Exchange Online PowerShell macht den Befehl für Cloud-Postfächer nicht verfügbar.
Methode 3: Office-365-Postfach in PST exportieren mit professioneller Lösung
Passen weder Outlook noch Microsoft Purview zu Ihren Anforderungen, ist der BitRecover Office 365 Backup Assistent die zuverlässige Alternative: Er exportiert Microsoft-365-Postfachdaten direkt nach PST, ganz ohne Konfiguration oder Installation zusätzlicher Anwendung oder Software. Das Tool eignet sich für autorisierte Nutzer- oder Administrator-Exporte, ausgewählte Ordner, zahlreiche Konten, freigegebene Postfächer sowie In-Place-Archiv-Postfächer.
Die spezialisierte Lösung ist praktisch und ideal, wenn Sie:
- Mehrere Office-365-Postfächer als PST exportieren
- Office-365-Mailbox in PST umwandeln
- Microsoft-365-Mailbox in PST umwandeln
- Office-365-Postfach als PST mit Anhängen und Ordnerstruktur exportieren möchten
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Starten Sie das Office-365-Backup-Tool auf Windows oder Mac.

- Wählen Sie “Ich bin Administrator” (I am Admin) nur bei einem autorisierten Admin-Konto aus.
- Geben Sie die autorisierte Microsoft-365-E-Mail-Adresse ein und klicken Sie auf “Login”.

- Schließen Sie die Authentifizierung über das Microsoft-Anmeldefenster ab.

- Wählen Sie nach dem Laden des Postfachs die gewünschten Ordner und Unterordner aus.

- Wählen Sie die Option „PST“ aus den verfügbaren Speicheroptionen aus.

- Wenden Sie bei Bedarf verfügbare Filteroptionen für eine gezielte Auswahl an.

- Legen Sie über „Ändern“ den Zielpfad fest und klicken Sie auf die Option “Backup”, um den PST-Export zu starten.

Funktionen und Highlights des Office-365-Backup-Tools
- Exportieren Sie Microsoft-365-Postfachdaten wahlweise auch nach PDF, EML, MBOX, CSV und weitere Formate.
- Unterstützt sowohl autorisierte Nutzer- als auch Administrator-Konten.
- Exportiert primäre, freigegebene und In-Place-Archiv-Postfächer.
- Ordnerauswahl sowie Filter nach Datum, Absender, Empfänger, Betreff und weiteren Kriterien.
- Erhält Ordnerhierarchie und unterstützte E-Mail-Eigenschaften vollständig.
- Nutzt Microsoft-OAuth-2.0-Authentifizierung, keine Outlook-Installation nötig.
- Verfügbar für Windows und macOS, erstellt zusätzlich ein Export-Protokoll.
Hinweis: Die Demoversion exportiert bis zu 25 Elemente pro Ordner. Für Stapelverarbeitung oder große Postfachdaten ist eine kostenpflichtige Lizenz erforderlich.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F1: Kann ich ein Office-365-Postfach direkt über Outlook im Browser exportieren?
Nein, Outlook im Web bietet keinen regulären PST-Export wie neues oder klassisches Outlook. Nutzen Sie stattdessen Outlook (Desktop), Microsoft Purview oder ein vollständiges Exportprogramm.
F2: Enthält der Outlook-PST-Export auch Anhänge?
Ja, die Import/Export-Funktion von Outlook exportiert E-Mails inklusive Anhängen. Ein Link zu einer Cloud-Datei entspricht dabei jedoch keiner lokal angehängten Kopie – diese müssen Sie separat herunterladen.
F3: Bleibt die Ordnerhierarchie bei Microsoft Purview erhalten?
Wenn Sie “Ordner und Pfad der Quelle einbeziehen” aktivieren, dann können Sie bei Microsoft Purview Ordnerhierarchie bleibt erhalten.
F4: Sind Outlook auch Postfachregeln und Ordnerberechtigungen exportiert?
Nein, auf jeden Fall! Klassisches Outlook exportiert keine E-Mails, Kontakte, Kalender und aufgaben, jedoch keine Nachrichtenregeln, Blockierlisten, Ordnerberechtigungen, Ordneransichten oder AutoArchivierungs-Einstellungen.
F5: Wie funktioniert der umgekehrte Weg – eine PST-Datei in Office 365 importieren? Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie unter PST zu Office 365.
Fazit
Sie können ein Office-365-Postfach in PST exportieren über Microsoft Purview, Outlook oder den Office-365-zu-PST-Exporter. Nutzen Sie Outlook, wenn Sie eine lokale Kopie Ihres eigenen Postfachs benötigen. Microsoft Purview eignet sich für Administratoren und Compliance-Teams bei autorisierten Suchen oder mehreren Postfächern.
PowerShell ist kein direkter Weg für den Exchange-Online-PST-Export, da die entsprechenden Befehle nur für On-Premises-Exchange gelten. Ist Outlook nicht verfügbar oder benötigen Sie bestimmte Ordner, freigegebene Postfächer, Archiv-Postfächer oder eine Stapelverarbeitung mehrerer Konten, ist der BitRecover Office 365 Backup-Assistent die zuverlässigere Alternative.